Buchinformationen:
ISBN: 978-3-458175438
Verlag: Insel Verlag
Sprache: Deutsch/Dezember 2011 (OT: House of Silk)
Preis: 19,95 €
Seiten: 351
Kurzbeschreibung(Quelle: Amazon):
Am Abend eines ungewöhnlich kalten Novembertages im Jahr 1890 betritt ein elegant gekleideter Herr die Räume von Sherlock Holmes‘ Wohnung in der Londoner Baker Street 221b. Er wird von einem mysteriösen Mann verfolgt, in dem er den einzigen Überlebenden einer amerikanischen Verbrecherbande erkennt, die mit seiner Hilfe in Boston zerschlagen wurde. Ist der Mann ihm über den Atlantik gefolgt, um sich zu rächen? Als Holmes und Watson den Spuren des Gangsters folgen, stoßen sie auf eine Verschwörung, die sie in Konflikt mit hochstehenden Persönlichkeiten bringen wird... und den berühmten Detektiv ins Gefängnis, verdächtigt des Mordes. Zunächst gibt es nur einen einzigen Hinweis: ein weißes Seidenband, befestigt am Handgelenk eines ermordeten Straßenjungen … Erstmals seit dem Tod von Arthur Conan Doyle erscheint ein neuer Roman um den genialsten Detektiv aller Zeiten, aus der Feder des internationalen Bestsellerautors Anthony Horowitz. Es ist Sherlock Holmes‘ spektakulärster Fall.
Meine Meinung:
Nachdem ich durch die BBC-Serie und die modernen Verfilmungen erstmals mit Sherlock Holmes in Berührung gekommen bin, war ich fasziniert davon und somit stand gleich fest, dass ich auch dieses Buch lesen muss – und ich kann sagen, dass es sich durchaus gelohnt hat, auch wenn es kein ‚original‘ Sherlock Holmes ist.
In „Das Geheimnis des weissen Bandes“ beschreibt Anthony Horowitz, angelehnt an den Stil Sir Arthur Conan Doyle’s, einen spannenden Fall für Sherlock Holmes, der ein auch heute sehr aktuelles und brisantes Thema behandelt; näher auf die Handlung und den Inhalt eingehen möchte ich an dieser Stelle aber nicht, weil es meines Erachtens zu viel verraten würde.
Horowitz entführt den Leser gekonnt ins viktorianische London, genauer ins Jahr 1890. Problemlos konnte ich mir die Szenerie vorstellen, so als wäre das Buch von einem Autor aus der Zeit geschrieben worden. Auch atmosphärisch konnte mich das Buch vollkommen überzeugen, was durch die Beschreibungen und den Erzählstil noch unterstrichen wird. Dieser zeichnet sich vor allem durch Gradlinigkeit aus, schafft es dabei aber durch geschickt gesetzte Mini-Cliffhanger an beinahe jedem Kapitelende, den Leser zu fesseln und in seinen Bann zu ziehen. Dabei lässt es sich auch sehr flüssig lesen und die Spannung wird konstant gesteigert und entlädt sich in einem packenden Finale. Auch sprachlich ist das Buch größtenteils gelungen, allerdings gibt es einige Fehler in der Übersetzung und in der Formatierung (z.B die Kennzeichnung von Eigennamen wie The Strand), die nicht nur irreführend sondern schlichtweg falsch sind und gleich mehrmals im Buch auftauchen. Passend zum Buch ist auch das Cover, das gleichfalls sehr schlicht in schwarz mit weißer Schrift gehalten ist und trotzdem hervorragend passt und ins Auge fällt.
Insgesamt hat mir „Das Geheimnis des weissen Bandes“ wirklich gut gefallen und mir einige schöne, spannende Lesestunden beschert, wenn man mal von den oben angesprochenen sprachlichen Aspekten absieht für die es deutlichen Punktabzug gibt. Von mir gibt es dennoch 8,5 von 10 Punkte.
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