Dienstag, 19. Oktober 2010

[Rezension]Im Zauber der Sirenen- Tricia Rayburn

Während ihrer Sommerferien an der Küste Maines stößt die 17-jährige Vanessa auf ein dunkles Geheimnis: Die Frauen von Winter Harbor sind Sirenen. Mit ihrem magischen Gesang können sie die Männer des Ortes regelrecht verzaubern. Auch Simon, Vanessas große Liebe, gerät in ihren Bann. Als dann auch noch Vanessas Schwester tödlich verunglückt, begreift sie, welch große Gefahr von den Sirenen ausgeht und wie sehr ihr eigenes Schicksal mit diesen rätselhaften Frauen verbunden ist. 

Simon, sein Bruder Caleb, Justine und ihre Schwester Vanessa, die uns als Ich- Erzählerin durch die Geschichte führt, bilden die Sommer-Clique von Winter Harbour, Maine, die sich regelmäßig zum Klippenspringen auf den Chione Cliffs einfinden. Bisher ist auch alles gut gegangen, doch als Justine eines Nachts wütend allein von der Klippe springt, geht alles schief. Vanessa vermutet, das mehr hinter Justines vermeintlichem Selbstmord steckt und kehrt nach der Beerdigung nach Winter Harbour zurück und versucht mit Hilfe von Simon und ihrer neunen Freundin Paige herauszufinden, was wirklich passiert ist. Dabei kommt sie einem Geheimnis auf die Spur, das auch ihr Leben verändert…

„Im Zauber der Sirenen“ lässt sich flüssig und angenehm lesen und ist dabei größtenteils auch spannend erzählt. Die Handlung entfaltet sich langsam, der Leser weiß fast die erste Hälfte des Buches nicht so richtig, was passiert ist und worum es eigentlich wirklich geht, ab da wird es leider ein wenig vorhersehbar, vor allem, was die Identität und Absichten der Sirenen angeht. Auch erfährt die Ich-Erzählerin und Protagonistin Vanessa eine deutliche Wandlung: vom paranoiden Angsthasen, was stellenweise fürchterlich nervig war, zu einer selbstbewussten jungen Frau, die das Steuer in die Hand nimmt- sei es in Bezug auf ihr Liebesleben oder auf die Aufklärung der mysteriösen Todesfälle, die Winter Harbour heimsuchen. Das wirkt zumindest stellenweise ein wenig übertrieben und unauthentisch, dennoch ist Vanessa durchaus eine sympathische Protagonistin, deren Gefühle in Bezug auf den Verlust der Schwester ich schon nachvollziehen konnte. Auch die anderen Figuren waren mir sympathisch, auch wenn wie so oft in Fantasyromanen, eine typische schwarz-weiß Zeichnung zwischen Gut und Böse angestrebt wird.

Alles in allem hat mir das Buch aber gut gefallen und ist für Leser des Genre, die Abwechslung zu den ewig präsenten Vampiren, Werwölfen und Engeln wünschen, schon empfehlenswert, wenngleich ein paar Abstriche gemacht werden müssen. Ein Plus erhält das Buch von mir auch wegen des schön gestalteten Covers, das meiner Meinung nach gut zum Buch passt.  Von mir gibt es 8 von 10 Punkte.

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen