Die junge Anwältin Bree Winston ist schön, ehrgeizig und chaotisch, kurz - ungemein sympathisch. Bree arbeitet in Savannah, der Stadt der Gespenster. Hier ist alles ein wenig anders als im Rest der Welt. Brees Klienten sind Tote, ihre Angestellten himmlische Gesandte. Ihr erster Mandant meldet sich mit einem vertrackten Fall aus dem Jenseits. Mithilfe des unerhört attraktiven Gabriel Striker muss Bree vor dem himmlischen Gerichtshof antreten. Doch das Fegefeuer lodert bereits ...
Mary Stanton’s „Im Namen der Engel“ stellt den Auftakt zu einer neuen Serie, die von Bree Winston, der Anwältin der Toten handelt, dar. Im derzeitigen großen Angebot der Vampir/Werwolf/Engel- Geschichten ist dieses Buch aber auf jeden Fall erfrischend neu und vielversprechend in Bezug auf die weiteren Teile.
Bree erbt die Kanzlei ihres verstorbenen Großonkels in Savannah, deren Büroräume durch ein Feuer zerstört wurden und vorübergehend unbenutzbar sind. Daher mietet sie sich bei Lavinia ein, deren Haus auf einem Mörderfriedhof steht und von Normalsterblichen nicht zu finden ist. Gleich ihr erster Fall ist heikel und Hilfe erhält sie nicht nur von Lavinia sondern auch von ihren neuen Mitarbeitern Ron und Petru, sowie dem Privatdetektiv Gabriel, die alle ein gemeinsames Geheimnis hüten…
Zwar sind die Figuren ein wenig stereotyp, vor allem Bree- Frau, die mit übersinnlichem bisher nichts am Hut hatte und sich plötzlich damit auseinandersetzen muss- und nur bedingt originell, aber dennoch hat das Buch Spaß gemacht. Die Idee ist angenehm erfrischend und gut umgesetzt; das Buch liest sich flüssig und man ist sofort in der Geschichte drin. Der Krimianteil ist relativ hoch, vermischt sich aber gut mit dem Fantasyanteil und es wird, zumindest in diesem ersten Band, kein Wert auf Romanze gelegt, was ich zur Abwechslung mal als sehr wohltuend empfand. Potenzial dafür ist aber durchaus vorhanden. Ein wenig enttäuscht war ich allerdings am Ende, dass auf die Gerichtsverhandlung keinen Wert mehr gelegt und diese nicht beschrieben wurde, das hätte ich mich nämlich schon interessiert, insgesamt ist es aber ein gelungenes Ende ohne Cliffhanger.
Schön fand ich auch die Zitate am Anfang jedes Kapitels, oft Shakespeare und Milton entnommen, die auch meist sehr passend zum Inhalt des jeweiligen Kapitels waren.
Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen und Spaß gemacht beim Lesen und ich bin schon neugierig auf den nächsten Teil. Von mir gibt es 7 von 10 Punkte.
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