Sonntag, 31. Oktober 2010

[Rezension]Bartimäus:Der Ring des Salomo- Jonathan Stroud

Endlich geht das grandiose Fantasy-Abenteuer weiter:
Bartimäus erzählt atemberaubend spannend, umwerfend komisch – und wie alles begann!

»Hier erzähle ich euch die Geschichte meiner Abenteuer und wahren Größe, bevor mich dieser widerliche kleine Magier namens Nathanael in seinen unsäglichen Bann schlug.«

Endlich hat das Warten für alle Fans der fantastischen Bartimäus-Trilogie ein Ende: Das heiß ersehnte Prequel zu den faszinierenden Abenteuern um den jungen Magier Nathanael und seinen unfreiwilligen Diener Bartimäus ist da! Und Bartimäus, der Dschinn aller Dschinns, darf seine ruhmreiche Vergangenheit präsentieren – die sogar seine späteren Heldentaten mit Nathanael beinahe in den Schatten stellt. Schließlich hat Bartimäus seinerzeit nur den Besten der Besten und Hochwohlgeborenen gedient: Mächtige Magier und wunderschöne Königinnen waren seine Gebieter – und mit dem berühmten König Salomon stand er sogar auf Du und Du ...

Ein spektakuläres Feuerwerk an atemberaubender Spannung, unnachahmlichem Witz und mit einem unwiderstehlichen Helden!


"Wer hat übrigens eben gesprochen?[...]Du oder das Kamel?"(S.183)
Bartimäus is back- und noch immer so cool, sarkastisch und amüsant wie man ihn aus den ersten drei Bänden kennt!

"Der Ring des Salomo" erzählt uns eine Episode aus Bartimäus früherem Leben und führt uns in die Zeit der Regentschaft König Salomos von Israel, der mithilfe eines geheimnisvollen magischen Rings seine Herrschaft behauptet und sich bei den umliegenden Königreichen nicht sehr beliebt macht. Durch, nennen wir es mal unglückliche Umstände, fürchtet die Königin von Saba um ihr Reich, nachdem sie mehrmals Salomos Heiratsantrag abgelehnt hat und so schickt sie ihre Erste Wächterin Asmira auf den Weg nach Jerusalem um die Zerstörung Sabas zu verhindern. Gehorsam macht Asmira sich auf und die Geschichte nimmt ihren Lauf...

Bartimäus muss sich derweil mit seinem verhassten Meister Khaba, einem Zauberer Salomos, herumärgern, der Bartimäus das Leben auf Erden zur Hölle macht. Aber Bartimäus wäre nicht er selbst, würde er dem Ganzen nicht mit einigen sarkastisch- bösen Sprüchen und mehr oder weniger (un)rühmlicher Taten begegnen...

So entspinnt sich eine unterhaltsame, witzige Geschichte, die auch genügend Spannung aufbringt um den Leser ans Buch zu fesseln. Wie bereits aus den ersten drei Bänden um den aufmüpfigen Dschinn gewohnt, wird die Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt, vornehmlich Bartimäus', die mit ergänzenden, lustigen Fußnoten versehen ist, sowie die Sichtweise von Asmira. Zu Beginn fand ich dies ein wenig gewöhnungsbedürftig, dieser Umstand hat sich aber schnell gelegt, sodass ich zügig in der Geschichte drin war und beiden Perspektiven etwas abgewinnen konnte, wobei mir Bartimäus' Blickwinkel immer noch lieber ist, da  meiner Meinung nach der Humor in diesen Abschnitten einfach unschlagbar ist.

Die Handlung selbst mag ein wenig vorhersehbar sein, was die Verwicklung Salomos, seines Rings und seine Zauberer anbelangt, allerdings hab ich hierüber mal großzügig hinweggesehen, zumal man nicht vergessen darf, dass es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt. Trotzdem ist es spannend und fesselnd und durch relativ kurze Kapitel mit recht großer Schrift ist man (leider!) schnell durch und hat, ehe man sich‘s versieht, sich die Nacht um die Ohren geschlagen.

Insgesamt hat mich das Buch überzeugt und begeistert und mir einige sehr schöne Lesestunden beschert und es braucht sich meiner Meinung nach nicht hinter den drei ersten Bänden, die ja auch in einer anderen Zeit spielen, zu verstecken. Für mich war dies ein überaus gelungenes "Prequel" und von mir gibt es 8,5 von 10 Punkte.

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