Donnerstag, 26. August 2010

[Rezension]Racheengel&Blinder König- J.R. Ward

Der Sympath Rehvenge lernt in Havers Klinik die Krankenschwester und Vampirin Ehlena kennen und fühlt sich sofort zu ihr hingezogen. Doch er verheimlicht ihr seine Vergangenheit und seine Geschäfte, und Ehlena gerät dadurch in große Gefahr …(Racheengel)
Die Beziehung zwischen Rehvenge und Ehlena wird jäh zerstört, denn Rehvs Geheimnis steht kurz vor der Enthüllung, was seine Todfeinde auf den Plan ruft – und die Tapferkeit Ehlenas auf die Probe stellt, da von ihr verlangt wird, ihn und seinesgleichen auszuliefern …(Blinder König)


„Denn manchmal musste man durch die Hölle gehen, weil man zu tief drinne steckt um sich heraus zu ziehen.“(Racheengel, S.172)

Rehvenge, dessen Geschichte in „Racheengel“ und „Blinder König“ erzählt wird, kann davon ein Lied singen. Nicht nur ist er Drogenbaron und Zuhälter und auch ansonsten nicht unbedingt der nette Typ von nebenan, zusätzlich muss er als Halbsympath teuer bezahlen um sein Geheimnis und das seiner Sicherheitschefin Xhex geheim zu halten. Umso verwunderlicher, dass er sich von der Krankenschwester Ehlena angezogen fühlt, die kaum weiß wie sie für ihren kranken Vater und sich selbst sorgen soll, mal ganz abgesehen davon, dass Rehv sich ihrer nicht würdig erachtet. Eine Menge Komplikationen warten auf die beiden.

Doch nicht nur Rehvs Geschichte wird hier erzählt, es gibt auch mehrere Nebenstränge der Erzählung, unter anderem auch über Wrath und Beth, die in den letzten Bänden eindeutig zu kurz gekommen sind. Überhaupt hatte ich den Eindruck, dass Ward hier wieder ein wenig mehr zurück zu den Anfängen geht, wenn auch weniger im Bezug der Liebesgeschichte zwischen Rehv und Ehlena, sondern eher in Bezug auf die Aufgabe der Bruderschaft, was mir sehr gut gefiel.

Ähnlich wie Zsadists Geschichte empfand ich auch Rehvs Geschichte als hohes Niveau, besonders, da mir die vorangehende Geschichte um Phury nicht ganz so gut gefiel. Ward schafft es immer wieder, ihren Figuren Charakter und Tiefe zu verleihen, was sie an der schwierigen Figur von Rehv beweist. Denn so schillern und böse sie ihn einerseits darstellt, gelingt es ihr gleichzeitig, seine Ängste und Verletzlichkeit überzeugen einzubinden. Ähnliches erwarte ich auch für den nächsten Teil, der sich hauptsächlich um John drehen wird und der bereits in diesem Teil eine harte Veränderung erlebt.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und fesselnd zu lesen, so dass die Lesezeit wieder viel zu schnell vorüber war und mich sogar für einen Moment ein wenig sprachlos zurück gelassen hat. Alles in allem also wieder ein typischer Black Dagger, der mich vollends überzeugt hat. 9 von 10 Punkte.

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