Von klein auf kann Ash Elfen sehen, menschengroß, unheimlich, manchmal zudringlich – von klein auf hält sie diese Gabe aber geheim. Einer der Elfen, Keenan, beginnt ihr zu folgen, wohin auch immer sie geht. Wann immer er in Ashs Nähe ist, spürt sie Sommerlicht auf der Haut und riecht den Duft wilder Blumen. Doch da ist auch dieses Gefühl von Bedrohung. Ash und ihr Vertrauter Seth entdecken eine Welt voller seltsamer Regeln und Gefahren, und bald erkennt Ash, dass nicht nur ihre Zukunft mit Seth auf dem Spiel steht ...
Manche Bücher brauchen keine Handlung, die immer über 100% die Spannungskurve hält. Und manche Bücher brauchen keine blutigen Kämpfe um spannend zu sein.
„Gegen das Sommerlicht“ ist der Auftakt zu Melissa Marrs Elfenreihe, der im englischen Original „Wicked Lovely“ heißt, was meiner Meinung nach viel besser zu dem Buch passt. Es geht um Keenan, dem Sommerkönig der Elfen, der verzweifelt nach seiner Königin sucht, und um Ashly, die alles will- nur nicht in die Geschicke der Elfen involviert werden. Und natürlich kommt es wie es kommen muss: eine Liebesgeschichte entwickelt sich, die durch eine typische Dreiecksbeziehung spannend gehalten wird.
Auf den Inhalt kann ich kaum eingehen ohne zu viel zu verraten, allerdings ist das Buch was den Verlauf der Handlung, insbesondere der Liebesgeschichte angeht auch recht vorhersehbar. Aber wie ich oben schon sagte, man braucht nicht immer eine Geschichte, die zu 100% spannend ist und den Leser an den Rand des ertragbaren bringt, was die Dramatik angeht. Vielmehr überzeugt mich „Gegen das Sommerlicht“ mit seinen Beschreibungen und seiner Sprache sowie den Charakteren als mit dem Spannungsbogen, denn die Sprache passt gut zu dem Buch und unterstreicht ein wenig die Assoziationen, die man zumeist mit Elfen hat, wen man nicht so oft Literatur über sie liest: einfach ein wenig verträumt und verspielt. Allerdings sind die Elfen nicht so wie man sie sich vorstellt sondern zumeist frech, oft auch böse oder – wie im Fall von Kennan- auch einfach arrogant. Und gerade das macht sie als Figuren in diesem Buch für mich so interessant. Aber vorallem auch Ashly und Seth sind überaus gelungene Charaktere, die mir überaus sympathisch waren und die ich auch gerne noch etwas länger begleitet hätte.
Insgesamt liest sich das Buch flüssig und angenehm und bietet schöne Unterhaltung, die sich hoffentlich auch in den folgenden Bänden wiederfindet. Von mir gibt es dafür 8 von 10 Punkte.
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